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Zuversicht

Posted by: on Dez 1, 2015 | No Comments

ZuversichtEs ist Zeit, die Verantwortung weiterzugeben. Nach sieben Jahren als Präsident der SP Graubünden mache ich Platz für neue Kräfte. Das bringt neue Dynamik für die Partei und mir mehr Zeit für anderen Interessen und Leidenschaften.

Leidenschaft. Die braucht es auch, wenn man in Graubünden sozialdemokratische Politik macht. Geschenkt wird uns wenig. Jeder Erfolg erfordert grosses Engagement. Das geht nur als Gemeinschaftswerk. Zusammen haben wir den Olympiagigantismus besiegt, der 1000 Millionen Steuerfranken für temporäre Bauten verschleudert hätte. Wir haben auch Repower zur sauberen weil kohlefreien Zukunft verpflichtet.

Sozialdemokratische Politik braucht auch Augenmass. In der Regierung und im Grossen Rat muss sich die linke Minderheit besonders geschickt verhalten, um gute Kompromisse zu erzielen. Beim neuen Schulgesetz, beim Finanzausgleich, bei der Gebietsreform und bei der Erhöhung des Kulturbudgets ist uns das gut gelungen.

Die SP versteht sich als progressive Partei, die Verantwortung übernimmt. Das heisst, wir beschäftigen uns sowohl mit den grossen Zukunftsfragen, die einer vertieften Analyse und langfristigen Strategie bedürfen, als auch mit den alltäglichen Problemstellungen, die eine pragmatische Lösung erfordern. Der Fluchtpunkt unserer Arbeit bleibt in beiden Fällen gleich. Die Zuversicht auf eine gerechte Gesellschaft.

Ein schönes Bonmot bringt diese Haltung auf den Punkt: «Der Zuversichtliche weiss, dass man in dieser Welt nur weiterleben kann, wenn er glaubt, dass sie nicht so bleibt, wie sie ist, sondern dass sie werden wird, wie sie sein soll. Der Zukünftige wartet wie das Schaf auf das Kommende.»

Wir Bündner Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind Zuversichtliche. Mit Leidenschaft, Augenmass und Verantwortung. Egal wer gerade Präsident ist.

 

Dieser Text ist als maschienengeschriebene Kolumne der Rubrik „Tipper“ am 28. November 2015 im Bündner Tagblatt erschienen.