{"id":409,"date":"2019-03-19T14:21:25","date_gmt":"2019-03-19T14:21:25","guid":{"rendered":"http:\/\/jonpult.undefiniert.ch\/?p=409"},"modified":"2025-09-05T13:31:18","modified_gmt":"2025-09-05T11:31:18","slug":"wasserzinsen-jetzt-in-die-offensive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jonpult.ch\/rm\/wasserzinsen-jetzt-in-die-offensive\/","title":{"rendered":"Wasserzinsen: Jetzt in die Offensive"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Wasserzinsen sind gerettet, der Angriff auf das Berggebiet \nvorerst abgewehrt. Gut so! Der Streit von SVP und FDP darum, wer im \nParlament die Interessen des Berggebiets weniger schlecht vertreten hat,\n ist irrelevant. Geschlossen f\u00fcr das Berggebiet stimmten ohnehin nur SP,\n Gr\u00fcne und CVP. Die Rechtsparteien erlagen mindestens zum Teil dem \nSchwindel der Strombarone. Die Wasserkraft sei zu teuer und deshalb \nm\u00fcssten die Wasserzinsen gesenkt werden. So jammerten die Konzerne.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Dabei haben sich die Strompreise nach einer kurzen Baisse wieder \nerholt. Eine Krise der Wasserkraft gibt es nicht. Im Gegenteil. Schon in\n den 1990er Jahren malten die Stromproduzenten den Teufel der \u00abNicht \nAmortisierbaren Investitionen\u00bb an die Wand, um die Allgemeinheit \u00fcber \nden Tisch zu ziehen. Auch damals kam die Erholung am Strommarkt schnell.\n Die Unterl\u00e4nder Konzerne verdienten seither dutzende Milliarden, f\u00fcr \ndie sie in den Gebirgskantonen kaum Steuern zahlten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das grosse Problem der Strombarone ist nicht die Wasserkraft. Das \nungel\u00f6ste Problem von Alpiq und Axpo sind ihre veralteten \nAtomkraftwerke. Der Druck auf den \u00e4ltesten Kraftwerkpark der Welt wird \nimmer gr\u00f6sser. Um davon abzulenken, starteten die Konzerne den nun \ngescheiterten Angriff auf die Wasserzinsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gebirgskantone m\u00fcssen nach dem erfolgreichen Abwehrkampf in die \nOffensive. Denn insgesamt verdienen wir immer noch zu wenig an der \nWasserkraft, unserer wertvollsten Ressource. Eine kluge Offensive des \nBerggebiets muss drei Stossrichtungen verfolgen: 1. Das k\u00fcnftige Modell \nf\u00fcr die Wasserzinsen als Entgelt f\u00fcr die Wassernutzung kann flexibel \nsein. Aber die heutige H\u00f6he von 110 Franken pro Kilowatt Bruttoleistung \ndarf als Sockel nicht unterschritten werden. 2. Die Gewinne, die schon \nbald wieder sprudeln werden, sind endlich in den Gebirgskantonen zu \nversteuert. 3. Strategische Heimf\u00e4lle sollen geltend gemacht werden, \ndamit in Zukunft die ganze Wertsch\u00f6pfung der Wasserkraft im Berggebiet \nbleibt. F\u00fcr diese Offensive braucht es Unabh\u00e4ngigkeit von den \nStormkonzernen, die F\u00e4higkeit Allianzen zu schmieden und etwas \npolitischen Mut. Wir sollten es wagen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wasserzinsen sind gerettet, der Angriff auf das Berggebiet vorerst abgewehrt. Gut so! Der Streit von SVP und FDP darum, wer im Parlament die Interessen des Berggebiets weniger schlecht vertreten hat, ist irrelevant. Geschlossen f\u00fcr das Berggebiet stimmten ohnehin nur SP, Gr\u00fcne und CVP. Die Rechtsparteien erlagen mindestens zum Teil dem Schwindel der Strombarone. Die Wasserkraft sei zu teuer und deshalb m\u00fcssten die Wasserzinsen gesenkt werden. So jammerten die Konzerne.<\/p>\n<p>Dabei haben sich die Strompreise nach einer kurzen Baisse wieder erholt. Eine Krise der Wasserkraft gibt es nicht. Im Gegenteil. Schon in den 1990er Jahren malten die Stromproduzenten den Teufel der \u00abNicht Amortisierbaren Investitionen\u00bb an die Wand, um die Allgemeinheit \u00fcber den Tisch zu ziehen. Auch damals kam die Erholung am Strommarkt schnell. 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