{"id":411,"date":"2019-02-04T14:22:17","date_gmt":"2019-02-04T14:22:17","guid":{"rendered":"http:\/\/jonpult.undefiniert.ch\/?p=411"},"modified":"2025-09-05T13:30:57","modified_gmt":"2025-09-05T11:30:57","slug":"kandidat-fuer-staende-und-nationalrat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jonpult.ch\/de\/kandidat-fuer-staende-und-nationalrat\/","title":{"rendered":"Nominationsrede als National- und St\u00e4nderatskandidat"},"content":{"rendered":"\n<p>Seit ich 18 bin, brenne ich f\u00fcr Politik und f\u00fcr unsere Partei. Ihr \nseid meine politische Familie geworden. Mit einigen von euch habe ich \nvor 16 Jahren die JUSO mit gegr\u00fcndet, mit anderen sass ich sieben Jahre \nim Churer Gemeinderat, sieben Jahre durfte ich euer Pr\u00e4sident sein und \nacht Jahre durfte ich in und mit unserer engagierten Fraktion im Grossen\n Rat Politik machen. Danke f\u00fcr all das!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt bin ich 34 und w\u00fcrde mich gerne in Bern f\u00fcr eine \nfortschrittliche Schweiz einsetzen. Als euer Vertreter. Als Vertreter \ndes fortschrittlichen Graub\u00fcndens.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin im Spital Scuol als schweizerisch-italienischer Doppelb\u00fcrger \ngeboren und habe in Guarda und Milano angefangen zu sprechen. Bevor ich \nin Domat\/Ems und Chur in den Kindergarten kam, konnte ich als \nitalienisch-romanischer Bub kein Wort Deutsch. Ich musste es lernen. Das\n war eine fr\u00fche Lektion: Miteinander reden heisst zuh\u00f6ren, verstehen \u2013 \nund selber verst\u00e4ndlich sein. So baut man Br\u00fccken zueinander. Das hat \nmich gepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Br\u00fccken statt Mauern bauen. Mut statt Angst machen. Daran glaube ich.\n Als Mensch, als Politiker und auch in meinem Beruf als \nKommunikationsberater einer Z\u00fcrcher KMU.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schweiz hat eine gute Zukunft, wenn sie Br\u00fccken baut. Zueinander \nund in die Welt. Unsere St\u00e4rken sind unsere kulturelle Vielfalt, unsere \nInnovationsbereitschaft und unsere sozialen Errungenschaften wie die \nAHV. Diese St\u00e4rken m\u00fcssen wir pflegen und weiterentwickeln. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Deutlich besser werden m\u00fcssen wir beim Klimaschutz und in der Familienpolitik.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind die erste Generation, die den Klimawandel konkret sp\u00fcrt. Und\n die letzte Generation, die etwas dagegen unternehmen kann. Die \nstreikenden Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler haben uns an diese einfache \nWahrheit erinnert. Jetzt muss das Parlament in Bern endlich handeln. \nErnsthaft, entschlossen und wirksam.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Was SVP und FDP im Nationalrat beim CO2-Gesetz geboten haben, ist \neine Schande f\u00fcr die Schweizer Politik. Es braucht einen Politikwechsel.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in der Familienpolitik ist die Schweiz grausam im R\u00fcckstand. In \neiner liberalen Gesellschaft sollen Familien selber entscheiden, wie sie\n ihr Leben gestalten. Der Staat soll sich heraushalten. Das sagen \nKonservative, die sich als Liberale tarnen und so versuchen, eine \nfortschrittliche Familienpolitik zu verhindern. Dabei ist diese \nEntscheidungsfreiheit heute genau nicht gegeben!<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem l\u00e4cherlichen Eintages-Vaterschaftsurlaub, den zu hohen \nBetreuungskosten und der immer noch grassierenden Lohnungleichheit ist \nunser System genau so gebaut, dass am Schluss V\u00e4ter Vollzeit und M\u00fctter \nTeilzeit arbeiten. Ob sie das nun urspr\u00fcnglich gewollt haben oder nicht.\n Freiheit sieht anders aus! Darum brauchen wir grossz\u00fcgige Elternzeit, \nmehr und g\u00fcnstigere Kinderbetreuung und endlich Lohngleichheit. Auch \ndaf\u00fcr brauch es einen Politikwechsel!<\/p>\n\n\n\n<p>Eine schlechte Zukunft hat die Schweiz, wenn sie Mauern hochzieht. \nWenn sich der Geld-Kl\u00fcngel auf Kosten der Bev\u00f6lkerung durchsetzt. Wenn \ndie pers\u00f6nlichen Profite wichtiger sind als eine gesunde Natur. Oder \nwenn ein paar M\u00e4chtige f\u00fcr sich und ihre Freunde Extraw\u00fcrste fordern und\n gleichzeitig auf Menschen herumtrampeln, die sich kaum wehren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Darum bin ich in der SP. Darum bek\u00e4mpfe ich Misswirtschaft wie in der\n Olympia-Kampagne. Oder wie beim Baukartell-Skandal, als ich in der GPK \ndie Einsetzung der ersten PUK in der Geschichte Graub\u00fcndens mit auf den \nWeg brachte. Darum setze ich mich f\u00fcr eine intakte Umwelt ein. Darum bin\n ich Pr\u00e4sident der Alpen-Initiative.<\/p>\n\n\n\n<p>In der B\u00fcndner Politik habe ich mit und dank euch zu k\u00e4mpfen gelernt.\n Aber auch, wie man aus der Minderheit heraus Mehrheiten gewinnen kann. \nJetzt will ich diese Erfahrungen f\u00fcr einen Politikwechsel im Bern \neinsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man etwas ver\u00e4ndern will, muss man manchmal etwas riskieren, \naufs Ganze gehen. Deshalb habe ich letztes Jahr nicht mehr f\u00fcr den \nGrossen Rat kandidiert und bin offen zu meiner nationalen Ambition \ngestanden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb bin ich heute bereit, als Nationalrat zu kandidieren \u2013 und \nauch als St\u00e4nderat. In anderen Kantonen sind solche Doppelkandidaturen \nnormal. In Graub\u00fcnden ist das neu.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte auch als St\u00e4nderat kandidieren, weil es auch bei den St\u00e4nderatswahlen eine echte Auswahl, eine Alternative, braucht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte auch als St\u00e4nderat kandidieren, damit jemand die \nInteressen von m\u00f6glichst vielen B\u00fcndnerinnen und B\u00fcndner vertritt \u2013 und \nnicht von m\u00f6glichst vielen Verwaltungsr\u00e4ten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte auch als St\u00e4nderat kandidieren, weil Graub\u00fcnden \nStandesvertreter braucht, die sich f\u00fcr das Gemeinwohl einsetzen und \nnicht wie Wirtschafts-Lobbyisten auftreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Als dreisprachiger B\u00fcndner bin ich im ganzen Kanton verankert. Aber \nmit niemandem wirtschaftlich verbandelt. Das macht mich als Politiker \nfrei.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir alle w\u00fcnschen uns, dass es auch nach dem R\u00fccktritt von Silva \nfortschrittliche B\u00fcndner Stimmen in Bern hat. Im Nationalrat. Aber im \nbesten Fall auch im St\u00e4nderat. Darum habe ich Ja gesagt, als mich die \nParteileitung f\u00fcr die Doppelkandidatur angefragt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt m\u00fcsst ihr entscheiden. Wenn ihr auch Ja sagt, bin ich bereit \nund motiviert. Es w\u00e4re mir eine Ehre f\u00fcr euch und mit diesem tollen \nTeam, mit Sandra, Franziska, Erika und Philipp als Nationalrat und als \nSt\u00e4nderat zu kandidieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit ich 18 bin, brenne ich f\u00fcr Politik und f\u00fcr unsere Partei. Ihr seid meine politische Familie geworden. Mit einigen von euch habe ich vor 16 Jahren die JUSO mit gegr\u00fcndet, mit anderen sass ich sieben Jahre im Churer Gemeinderat, sieben Jahre durfte ich euer Pr\u00e4sident sein und acht Jahre durfte ich in und mit unserer engagierten Fraktion im Grossen Rat Politik machen. Danke f\u00fcr all das!\u00a0<\/p>\n<p>Jetzt bin ich 34 und w\u00fcrde mich gerne in Bern f\u00fcr eine<br \/>\nfortschrittliche Schweiz einsetzen. Als euer Vertreter. Als Vertreter<br \/>\ndes fortschrittlichen Graub\u00fcndens.<\/p>\n<p>Ich bin im Spital Scuol als schweizerisch-italienischer Doppelb\u00fcrger geboren und habe in Guarda und Milano angefangen zu sprechen. Bevor ich in Domat\/Ems und Chur in den Kindergarten kam, konnte ich als italienisch-romanischer Bub kein Wort Deutsch. Ich musste es lernen. Das war eine fr\u00fche Lektion: Miteinander reden heisst zuh\u00f6ren, verstehen \u2013 und selber verst\u00e4ndlich sein. So baut man Br\u00fccken zueinander. 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